Wie Veränderung entsteht

Wieso ist Veränderung eigentlich so schwer? Spätestens, wenn wir zum 10. Mal mit unseren Neujahrsvorsätzen gescheitert sind, fragen wir uns, ob eine Veränderung überhaupt möglich ist. Ja, sagt dazu die moderne Neurowissenschaft, denn unser Gehirn verändert sich ständig.

Neuroplastizität

heißt das Fachwort und es beschreibt das Ergebnis der neurowissenschafltichen Forschung der letzten Jahrzehnte. Durch die bildgebenden Verfahren weiß man heute genau, dass täglich ein Teil unserer rund 90 Milliarden Nervenzellen im Gehirn wieder absterben, während sich an anderer Stelle neue Zellen bilden. Synaptische Verbindungen, die die Nervenzellen in Verbindung miteinander bringen, verändern sich ständig.

Warum Veränderung trotzdem schwer ist

Nun sollte man denken, wenn da soviel Bewegung ist , dann sollte doch Veränderung eigentlich leicht für uns sein? Doch das ist sie nicht immer. Wir müssen nur mal versucht haben, eine wirklich feste, alte Angewohnheit umzuwerfen und wir wissen, wie schwer das sein kann. Was daran liegt, dass unser Gehirn ein ganz schön träger Automat ist. Einmal programmiert, spult er sein Programm ab und passt sich nur langsam an Neuerungen an. Unser Gehirn mag es, wenn alles wie gewohnt läuft. Das spart Energie und bringt Sicherheit.

Der Zweck unseres Gehirns

Womit wir beim Zweck unsers Gehirns wären, denn die irre Maschine in unserm Kopf ist nicht unbedingt dazu gemacht uns glücklich zu machen. Vielmehr soll sie sicherstellen, dass wir überleben. Hierzu speichtert sie alle Arten von Gefahren und sorgt dafür, dass wir lernen gut auf uns Acht zu geben. Veränderungen sind genau aus diesem Grund für unser Gehirn purer Stress, denn sie suggerieren fehlende Kontrolle und Unsicherheit.

Der Schlüssel zur Veränderung

Zum Glück wissen wir heute, dass wir diesen Automaten in unserem Kopf bewusst umprogrammieren können. Manchmal passiert das spontan, wir haben eine tiefe Einsicht, die uns emotional so bewegt, dass wir ganz neu auf die Dinge schauen. „Es fiel mir wie Schuppen von den Augen“ sagen wir manchmal im Nachhinein und wundern uns, wie schnell wir uns, nach einem so einschneidenden Erlebnis, verändern konnten. Fast mühelos geht das, wenn uns etwas stark emotional berührt hat. Zum Glück brauchen wir nicht immer wieder solche extremen Emotionen, denn das würde uns ganz schön ermüden.

Der gute Weg zu wirklicher Veränderung

Genauso gut können wir jeden Tag eine neue Routine etablieren. Das braucht am Anfang ein wenig gute Motivation, funktioniert dann aber ganz fabelhaft. Alles, was du tun musst ist dranbleiben und zwar immer und immer wieder. Ca. 40 bis 100 Tage braucht unser Gehirn, bis sich eine neue Handlung als feste Routine verankert hat. Plötzlich fehlt uns, wozu wir uns vorher noch überwinden mussten. Wie das tägliche Zähenputzen können wir so lernen, lauter gute Angewohnheiten für unseren Geist zu etablieren und Glücksjahr wird dich dabei jeden Tag aufs Neue unterstützen! Lies hier weiter, wieso wir eine tägliche Praxis brauchen, die uns glücklicher macht.