Wie du deine Motivation findest

Wie schaut es aus? Bist du manchmal voller guter Vorsätze und im nächsten Moment wieder im alten Trott? Fängst du begeistert an und merkst dann, dass es doch nicht klappt? Dann herzlich willkommen - du bist nicht alleine. Wir sind alle so, jeder einzelne von uns.

Der Trugschluss von denen, die es schaffen

„Die anderen schaffen das so mühelos“ sagen wir uns manchmal oder auch „Ich kann sowas einfach nicht“ und geben auf. So läuft es viel zu oft, wenn wir versuchen etwas zu verändern. Dabei geht es uns allen so. Unzählige Male wollen wir etwas anpassen und unser altes Muster holt uns wieder ein. Was normal ist. Die Routinen in unserem Gehirn sind wie gut verzweigte Autobahnen. Fast automatisch laufen Handlungen ab, wenn wir uns auf diesem Gebiet befinden. Jede Veränderung jedoch, ist anfangs eher ein unwegsamer Waldweg. Fast müssen wir uns zwingen auf ihm zu bleiben und ein Moment der Unachtsamkeit, der Müdigkeit oder Überlastung - und schon landen wir, ohne dass wir es bewusst entscheiden, im alten Fahrwasser der Gewohnheiten.

Was wir brauchen, um motiviert dran zu bleiben

Zum Glück gibts jedoch eine ganze Menge guter Studien, die belegen, wann wir unsere Ziele erreichen und Veränderungen möglich werden. Wann wir all das Unbequeme aushalten und unsere Disziplin nutzen, um eine neue, bessere Routine zu etablieren. Ich mag sehr gerne die Schritte aus dem Buch „Die Psychologie des Gelingens“ (Amazon Affiliate Link) von Fr. Prof. Dr. Öttingen. Sie teilt die Motivation in vier handliche Schritte ein, die sie mit WOOP zusammen fasst.

1.) Wish

An erster Stelle steht der Wunsch. Wir müssen etwas wollen, etwas TUN wollen. Ob es die dankbarkeitpraxis am Abend oder die gute Intention am Morgen ist, die Veränderung einer Angewohnheit oder gleich unseres ganzen Lebens. Es beginnt mit dem Wunsch.Der wiederum aus einer Unzufriedenheit geboren werden kann oder daraus, dass wir spüren, dass etwas nicht mehr zu uns passt oder auch aus dem Wunsch etwas Wunderbares, Neues entstehen zu lassen. Deinen Wunsch formuliere aus. Formuliere postiiv, motivierend und freu dich, dass du Ziele und Wünsche hast, die dir helfen zu wachsen und die dir Veränderung leichter machen.

2.) Outcome

Nun wird es Zeit die Motivation zu verstärken und auch den Wünschen, die aus der Unzufriedenheit erwachsen sind, etwas positiven Wind einzuhauchen. Mal dir in deinem Kopf aus, was der Vorteil ist, wenn du es schaffst dein Ziel zu erreichen. Was wirst du ernten? Wie wirst du sein? Wie dich fühlen? Je klarer du siehst, wohin dich dein Wunsch, im positiven Sinn, führen wird, umso besser. Die Farben können nicht bunt genug sein, die Zukunft niemals zu rosig. Du willst deutlich vor dir sehen, was alles auf dich wartet, wenn du es angehst. Nimm dir Zeit für diesen Schritt, genieß ihn und tauch, wenn du magst, immer wieder hier ein.

3.) Obstacle

Kommen wir nun zum Moment, an dem der gute Vorsatz jäh an unserm Alltag scheitert. An dem wir es nicht schaffen und unser altes Muster übernimmt. Zwei Dinge sind für mich in diesem Stadium spielentscheidend: Ob du es bemerkst und wie gut du dir vergeben kannst. Irgendwann, es ist egal wann, wird dir auffallen, dass du wieder im alten Muster bist. Dieser Moment ist heilig! Echt jetzt! Hier wartet die Chance, alles andere war quasi für Anfänger. Vergib dir, dass dein altes Muster dieses Mal wieder übernommen hat. Wir sind alle nur Menschen, keiner perfekt. Atme durch und mach dich an 4.)

4.) Plan

Mach einen Plan! Manchmal verlangen wir zu viel von uns, gehen durch ein Tief oder sind einfach unachtsam und schwups - fallen wir zurück in die altbekannten Routinen. Wie ein Detektiv macht dich auf Spurensuche: Was musste alles zusammen kommen, damit du wieder da landest? Was war wichtiger, so dass du so entschieden hast? Wenn du dich beispielsweise nach einem langen Tag, trotz besserer Vorsätze, mit einer unglaublichen Menge Schokolade belohnen musstest, sieh das. Verzeih dir. Und dann beginn einen Plan zu machen. Wie kannst du besser für dich sorgen? Was beim nächsten Mal anders machen? Wie diesen Moment umgehen? Es gibt für alles einen Plan, wir müssen ihn nur schmieden. Immer und immer wieder, für all die Zufälle und Eventualitäten - bis wir irgendwann safe sind.

Dran bleiben

Unser Gehirn verändert sich ständig. Wir haben es in der Hand, ob wir mehr und mehr gute Angewohnheiten sammeln oder zulassen, dass wir im alten Muster stecken bleiben. Veränderung ist nicht immer einfach. Manchmal, wenn wir eine sehr tiefe Einsicht haben, dann geht es leicht. Meistens jedoch erarbeiten wir uns neue Angewohnheiten Schritt für Schritt. Einfach, in dem wir es tun. In dem wir uns beobachten, mild mit uns sind, Pläne schmieden. Besser und besser werden wir so und irgendwann, fast ohne dass wir es merken, ist die neue Sache eine feste Routine geworden.

100 Tage

sagen die Yogis braucht es, bis eine neue Angewohnheit eine solche ist. Bis sie uns fehlt, wenn wir ihr nicht nachgehen. 100 Tage - im Glücksjahr sind 365 - was für ein Glück. Du siehst: Es gibt keine Ausreden mehr ;-)

Viel Spaß!